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AIDA E’ SERVITA
AIDA IST SERVIERT
frei nach Aida von Giuseppe Verdi
Libretto von Antonio Ghislanzoni

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

COMPAGNIA IL DOTTOR BOSTIK

Ausführende:

Dino Arru, Raffaele Arru (Figurenspieler)

Oliviero Pari (Bass),
Laura Scotti (Sopran)
Gabriele Marzella (Klavier)

Musikalische Beratung Oliviero Pari
historische Beratung Istituto per i Beni Marionettistici e il Teatro Popolare
Dramaturgie und Regie Alfonso Cipolla

Musik Giuseppe Verdi

Projekt

Il Dottor Bostik ist eine der grössten italienischen Figurentheatergesellschaften. In einer fast vierzigjährigen Tätigkeit hat sie sich immer durch konsequente Erkundungsarbeit ausgezeichnet, die über die Tradition hinausging, um sich mit zeitgenössischen Themen und Ausdrucksdformen auseinanderzusetzen.

Die junge Generation an die Musik herauzuführen und die Hörerziehung waren dabei oft im Mittelpunkt. Ein sehr geglücktes Beispiel dafür ist die Inszenierung von "Peter und der Wolf" von Prokofiew unter dem Titel “Ho visto il lupo” (ich habe den Wolf gesehen).

Nach der Instrumentalmusik hat die Compagnie beschlossen, es mit dem Musiktheater aufzunehmen: eine italienische Spezialität, den Kindern und Jugendlichen wegen der tatsächlichen Annäherungsschwierigkeit grossteils unbekannt. Die Wahl fiel auf Aida von Giuseppe Verdi, vielleicht die Oper par excellence, aber auch ein Klassiker des Figurentheaters

Aida ist das kolossalste Theaterwerk, das man sich jemals vorstellen konnte. Es ist die am meisten in die allgemeine Vorstellung eingegangene Oper wegen des exotischen und wunderbaren Ambiente. das in der Musik einen kräftigen Ausdruck gefunden hat, der einen bis in die Träume verfolgt.

Aber Aida ist nicht nur das ideale "theatralische" Theater, es ist auch eine Oper von ausserordentlicher Aktualität. Befreit vom Phanthastischen eines legendären Ägypten, die Liebeshandlung an zweiter Stelle, tritt das Aufeinandertreffen zweier Völker in den Vordergrund, untereinander im Krieg wegen verschiedener Ethnien, aber beide Träger derselben tiefen Ideale. In Aida gibt es keinen "Bösen". Es gibt Antagonisten und Rivalen. Es gibt zwei Könige, die ihr Reich verteidigen und zwei Prinzessinnen, die denselben Helden lieben. Niemand hat negative Charakterzeichen, so verkörpert jeder Anzeichen eines deutlich Positiven.

Das “Böse” - wenn man es so definieren kann - liegt in einer Art eisernem kulturellen Abschliessen, und wird, wie ausdrücklich in der Verdioper erklärt, von der Unnahbarkeit der Priesterkast verkörpert, die grausame Rasse .....nach Blut dürstend . wie es so erschütternd in Aida ausgedrückt wird.

Um diese zentralen und aktuellsten Themen der Oper - wie die Liebe, die fähig ist, sich über jeden ethnischen Konflikt zu erheben oder die Blindheit der religiösen Intoleranz - zu betonen und um nicht zum Opfer einer leichtsinnigen Rhethorik zu werden, hat man daran gedacht, zu den dem modernen Figurentheater eigenen Stärken zu greifen mit seiner unnatürlichen und humoristischen Entfremdung.

Um das Projekt besser zu definieren, hat die Compagnie um ihren Arbeitstisch hohe musikalische Kompetenzen vereint - kompositorische und vokale - um eine Wiedererarbeitung der Oper zu schaffen, ohne weder den Reichtum der Verdioper noch den Fluss des Operngesangs abzuschwächen. Gleichzeitig haben sich einige besondere Züge des Figurentheaters gehalten, das seit der Uraufführung von Aida im Jahr 1872 die Oper in das Repertoire aufgenommen hat.

Auf dieser soliden Basis ist ein szenisches Spiel von solch glänzender Kreativität entstanden, dass sie erlaubt, dass die Erinnerung an Verdis Meisterwerk über einem gedeckten Tisch lebendig werden kann.

Folgend der Verlockung von Musik und Gesang (strikt live) verwandeln sich die Gegenstände am Tisch in die Protagonisten der Geschichte: in Aida, in Radamès, in Amneris, in den Pharao, den äthiopischen König… ohne irgendetwas auszulassen, Elefanten und Kamele inbegriffen.

Ein Spiel zwar, aber ein Spiel, abwechselnd gespielt von Sängern und an der Hand geführt von einer zeitlosen musikalischen Geschichte und fest verwurzelt in unserer Zeit.

Handlung

In einem Restaurant vertreiben sich drei Gäste, müde, den Kellner zu erwarten, um ihre Bestellungen aufzugeben, die Zeit damit, aus dem zu bauen, was sie auf dem Tisch finden. Indem sie Gabeln, Gläser, Flaschen und alles andere zusammenfügen, entstehen Personen. Es sind die, die dazu dienen, die Geschichte Aidas zu erzählen.
Aida ist ein äthiopische Prinzessin, die Sklavin der Ägypter geworden ist. Sie liebt Radamès, den Kommadanten des ägyptischen Heeres und ihre Liebe wird erwidert. Er selbst wird vergeblich geliebt von der Tochter des Pharao, der Prinzessin Amneris. Amneris begreift die Lage und ist sehr eifersüchtig auf Aida.
Inzwischen marschiert das äthiopische Heer unter der Führung von König Amonasro, dem Vater Aidas, gegen Theben. Radamès wird zum Oberkommandierenden gewählt, um den Angriff abzuwehren. Die Ägypter siegen und als Preis gibt der Pharao Radamès die Hand seiner Tochter Amneris.
Am Nilufer soll sich Aida, zerrissen zwischen der Liebe zu Radamès und der zu ihrem Volk , im Geheimen mit dem Geliebten treffen , vielleicht, um mit ihm zu fliehen, aber unerwartet kommt Amonasro dazu, der seine Tochter zwingt, Radamès ein wertvolles Geheimnis für die zukünftigen Geschicke der Kriege zu entlocken. Aida gelingt das Vorhaben. Radamès hat kaum Zeit, sich des Gewichts seiner Enthüllung bewusst zu werden, da tritt Amneris mit den Priestern auf. Aida und Amonasro fliehen, Radamès , des Verrats bewusst, liefert sich der Justiz aus.
Beim Prozess bewirken der noch immer verliebten Amneris Bitten um Milde nichts. Die Unerbittlichkeit der Priester verurteilt Radamès dazu, lebend in der Krypta des Tempels eingemauert zu werden.

N.B. Die Oper Verdis endet damit, dass Aida und Radamès zusammen auf den Tod warten. Die vorliegende Fassung dagegen folgt der historischen Figurentheatertradition mit einem glücklichen und festlichen Ende.

Zusammenfassung und Musiknummern

Das Stück ist eine spielerische Erfindung rund um Aida von Giuseppe Verdi; es handelt sich weder um, kurz gesagt, eine Reduzierung noch um eine Auswahl von auf mehr oder weniger anziehende Weise gestalteten Szenen. Natürlich ist Verdis Musik die Hauptdarstellerin.

Im folgenden wird die Zusammenfassung der Szenen des Stücks und die Angabe der live vollständig oder verkürzt ausgeführten Musiknummern präsentiert.

Vorspiel Entführung Aidas.
Im Dunkeln sieht man einen Tisch: in der Ferne zwei Pyramiden, an der gegenüberliegenden Seite die Türme einer Stadt. Mit kleinen Puppen wird die Entführung angedeutet.

Heiliger Tanz der Priesterinnen (1. Akt, 4. Bild)
Es wird heller. Ein Kellner tritt ein. Was wie eine verlassene Landschaft wirkt, ist in Wirklichkeit der Tisch eines Restaurants. Der Kellner deckt den Tisch. Die Musik des Tanzes kehrt immer wieder, so lange der Kellner allein auf der Bühne ist. Drei Personen kommen herein. Nachdem sie vergeblich darauf gewartet haben, bestellen zu können, beginnt einer von ihnen unerwartet zu singen.
Aida beginnt: der Gesang vereint sich mit der Animation von Flaschen, Besteck, Gläsern .... um die verschiedenen Personen der Geschichte zum Leben zu erwecken.

Celeste Aida, Arie des Radamès (1. Akt, 1. Bild)
Der ägyptische Heerführer Radames singt von seiner Liebe zur äthiopischen Sklavin Aida.

Forsé l’arcano amore, Duett Radames - Amneris (1. Akt, 1. Bild)
Die ägyptische Prinzessin Amneris, in Radamès verliebt, hat einen Verdacht. Dieser bestätigt sich dadurch, wie Radamès Aida ansieht. Ihre Eifersucht steigert sich zu Wut. .

Alta cagion v’aduna, Szene und Musik (1. Akt, 1. Bild)
Der Pharao verkündet die Ankunft eines Boten von der äthiopischen Grenze. Er berichtet, dass die Äthiopier auf Theben zu marschieren. Der unschlagbare König Amonasro, der Vater Aidas, ist der Oberfeldherr. Der Pharao ruft den Krieg aus. Nach Willen der Isis ist Radames der Oberfeldherr. Der Pharao, der Oberpriester Ramfis und Prinzessin Amneris lobpreisen Radames.

Ritorna vincitor, Arie der Aida (1. Akt, 1. Bild)
Aida ist verzweifelt, denn sie liebt den, der dazu bestimmt wurde, gegen ihr Volk zu kämpfen. Zerrissen zwischen der Liebe zu Radames und zu ihrem Volk ruft Aida die Götter an, dass sie Mitleid mit ihrem Schmerz haben.

Danza dei piccoli schiavi mori - Tanz der kleinen schwarzen Sklaven (2. Akt, 1. Bild)
Während des Tanzes wird das Aufeinandertreffen zwischen dem ägyptischen und dem äthiopischen Heer mit der Niederlage des Letzteren angedeutet.

Triumphmarsch (2. Akt, 2. Bild) Rü
ckkehr des siegreichen ägyptischen Heeres. Radamès´ triumphaler Einmarsch

Salvator della patria, io ti saluto, Szene (2. Akt, 2. Bild)
Der Pharao krönt Radamès mit dem Triumphkranz, als Preis wird er seine Tochter Prinzessin Amneris heiraten.

Qui Radamès verrà, Arie Aidas (3. Akt, einziges Bild)
Nacht. Aida erwartet Radames am Ufer des Nils . Vielleicht wird sie von ihm sein letztes Lebewohl hören . Dann wäre es besser zu sterben, auch wenn sie so ihre Heimat nie mehr sehen wird.

Cielo! mio padre!, Duett Aida - Amonasro (3. Akt, einziges Bild)
Aidas Vater, der König Amonasro, erscheint. Er weiß, dass seine Tochter und Radamès sich lieben und sich in Kürze dort treffen werden. Das äthiopische Heer reorganisiert sich und könnte die nächste Schlacht gewinnen, wenn nur der Weg bekannt wäre, den das ägyptische Heer einschlagen wird. Amonasro zwingt Aida, Radamès das Geheimnis zu entlocken. Sie weigert sich, er verflucht sie, dann stimmt Aida im Gedanken an ihr Volk zu.

Tu non m’ami!, Duett Aida - Radamès, dann Amonasro (3. Akt, einziges Bild)
Radamès erscheint und Aida wirft ihm die bevorstehende Hochzeit mit Amneris vor.. Radamès schlägt Aida vor zu fliehen. Sie fragt ihn, welches der sicherste Weg ist, um nicht auf das ägyptische Heer zu treffen. Er enthüllt das Geheimnis. Amonasro kommt aus seinem Versteck und jubelt.

Traditor!, Amneris - Ramfis - Aida - Radamès - Amonasro (3. Akt, einziges Bild)
Mit dem Schrei "Verräter" stürzt Amneris mit Ramfis und den anderen Priestern herein. Amonasro, der sich entdeckt sieht, stürzt sich auf Amneris, um sie zu töten, aber er wird von Radamès aufgehalten. Amonasro und Aida fliehen. Radamès, sich bewusst, das Vaterland verraten zu haben, liefert sich den Priestern aus, um ihr Urteil zu erwarten.

Radamès! ~ Radamès ~ Radamès, Gerichtsszene (4. Akt, 1. Bild)
Der Oberpriester Ramfis klagt Radamès des Verrats an. Radamès schweigt und verteidigt sich nicht. Der Richter ist unerweichlich, Radames wird den Tod der Verdammten erleiden. Amneris´Bitten um Gnade helfen nichts: die Priester sind unerbittlich. Amneris schreit ihren Fluch gegen die Unzugänglichkeit der Priester :
empia razza… di sangue assetata.

Letzte Szene
Der Tradition der Marionetten folgend, wird das tragische Finale Aidas umgekehrt. Aida bricht herein, tatsächlich am Rücken eines Elefanten, der die Priester angreift und in die Flucht schlägt. Radamès ist gerettet. Die Liebe, jenseits aller Verschiedenhait und Andersartigkeit, triumphiert.
Das Mahl der drei Gäste kann endlich beginnen. wenn auch unterbrochen, denn am Tisch erscheint eine riesige Hochzeitstorte. Für diese äusserst phanthasievolle, aber historisch in der Linie mit der Marionettentradition gespielte, Schlussszene, werden Ausschnitte aus dem Triumphmarsch verwendet, die sich in den Hochzeitsmarsch aus Lohengrin von Richard Wagner verwandeln, eine ebenso spielerische aber nicht so abwegige Wahl , da Lohengrin im selben Jahr wie Aida in Italien uraufgeführt wurde.

Hauptthemen

Die in der Zusammenfassung gezeigten Aspekt der Aida, die das Stück bietet, sind vielfältig und können auf die verschiedenen Altersstufen differenziert dargestellt werden.
Die Präsentation, die das Stück einleitet, belehrt nicht und je nach dem Publikum, an das sie sich richtet, zielt sie darauf, den Zuschauern einfache, aber wirkungsvolle Informationen über die Richtung zu geben. Die Hauptthemen sind zwei und beide bewegen sich um die äusserst aktuelle Problematik der mit dem Aufeinandertreffen der Gesellschaften verbundenen Gefahren. Der erzählerische Ehrgeiz und der spielerische Ausschnitt des Stückes erlauben mögliches Eintauchen auch in eine multiethnische Klasse ohne Furcht, jemandes Sensibilität, Kultur und Religion zu verletzen.
- L’amore che supera ogni diversità - Liebe, die jede Verschiedenheit überwindet.
Ist es möglich, seinen eigenen Feind zu lieben?
Für Giuseppe Verdi ist die Liebe von Aida und Radamès eine auf Erden unmögliche Liebe und kann sich, sublimiert, nur nach dem Tod verwirklichen. Seit 1872 hat das Figurentheater immer verschiedene und sehr phanthasievolle Lösungen gefunden, ein glückliches Ende zu erreichen.

Das phanthastische Ende, das die grossen Compagnien Lupi und Colla annehmen, sieht z. B. Aida und Radamès unter der Erde eingeschlossen, zu der Zeit, als das Sprengpulver unter Verwendung von Salpeter erfunden wurde, der an den Kalkwänden wächst. Eine grosse Explosion wird den Tempel und die unbeugsamen Priester zerstören , während die Liebenden in eine glückliche Zukunft entfliehen.
Andere Lösungen, um die Liebe triumphieren zu lassen, können gesucht und gefunden werden.

- L’intransigenza culturale nemica di integrazione.- die kulturelle Undurchlässigkeit , Feindin der Integration. Wie schon angedeutet, ist die Verdioper in diesem Gesichtspunkt sehr klar und die Anklage der Amneris gegen die Priesterkaste ist eine mächtige Anklage gegen die blinde Unnachgiebigkeit einer Kultur, die weder Öffnung noch Selbstüberwindung zulässt.

Verwendete Techniken und theatralische Ausdrucksformen

Das Stück benützt die eigentlichen Ausdrucksformen des modernen Figurentheaters und der Oper. Zu diesem Zweck gesellen sich zwei professionelle Sänger (ein Bass und ein Sopran) und ein Pianist , die direkt im Stück agieren. zu den Figurenspielern, die direkt im Stück agieren. Das erlaubt die schrittweise Erkenntnis des Operngesanges, eines Gesanges, der die Charakterisierung ermöglicht und ein bewegender und aufregender Spiegel ihrer Gefühle ist. Das Zusammentreffen der sichtbaren und musikalischen Ausdrucksformen stellt sich als eine Verstärkung des Theaterspiels zur Sichtbarmachung des Phanthastischen dar.

Altersempfehlung
Für ein Publikum ab 8 Jahren.

Dauer ca 55 Minuten

Bibliografie zur Vertiefung

Zur Beziehung zwischen Oper und Figurentheater
- Alfonso Cipolla – Giovanni Moretti, Storia delle marionette e dei burattini in Italia, Corazzano, Titivillus, 2011
- Alfonso Cipolla (a cura), Le note dei sogni. I compositori del Teatro dei Piccoli di Vittorio Podrecca, Corazzano, Titivillus, 2014

Zur Beziehung zwischen Giuseppe Verdi und dem Figurentheater
- Compagnia Marionette Lupi, Aida, a cura di Pietro Porta e Alfonso Cipolla, Azzano San Paolo, Junior Edizioni, 2002
- Alfonso Cipolla, Breve storia di altre “Aide” e di un unico successo, in Giuseppe Verdi, Aida, Torino, Teatro Regio di Torino, 2005
- Alfonso Cipolla, Il repertorio verdinano nel teatro con marionette e burattini in Fuori dal teatro. Modi e percorsi della divulgazione di Verdi a cura di Antonio Carlini, Venezia, Marsilio, 2015

Darsteller:

Dino Arru, Puppenspieler, und die Compagnie Il Dottor Bostik
Die Conpagnie Il Dottor Bostik ist heute eine der wenigen italienischen Gruppen, die mit Mut und Erfolg einen avantgardistischen Weg im Objekttheater eingeschlagen haben. Sie entstand in Turin aus Anfängen mit dem Puppentheater, das sie seit 1979 in den Schulen aufführte. Heute präsentiert sie sich mit einem perönlichen und verfeinerten Stil, der sich in der besonderen Beziehung zeigt, die in der Aufführung zwischen Schauspieler und belebtem Objekt herrscht. Die Poesie zeigt sich in der sichtbaren Animation, der Kommunikation, die hauptsächlich durch Zeichen erfolgt, den Studien der künstlerischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts, dem besonderen Interesse an den Themen des täglichen Lebens und der Beziehung zwischen Mensch und Umwelt.
Dino Arru, Gründer, Puppenspieler, Regisseur und Seele der Compagnie hat im Laufe seiner Karriere beachtliche Auszeichnungen erhalten: im Juli 2003 beim Festival Arrivanodalmare! in Cervia, die Sirena d'oro, im Juni 2005 beim Festival La Luna è Azzurra von San Miniato, die Luna d'argento. Mit seinen Stücken wurde er zweimal eingeladen, Italien als einzige itsalienische Compagnie beim Festival Mondiale di Teatro di Figura zu vertreten . 2004 mit Acqua beim Festival Mondiale UNIMA in Rijeka, 2008 mit Tentazioni. Omaggio a H. Bosch beim Festival Mondiale in Prag. Mit seinen Stücken bereiste das Theater ganz Europa und 2010 auch Zentralamerika.

Oliviero Pari, Bass.
Diplom in Gesang mit der höchstmöglichen Punktezahl am Konservatorium von Novara, Besuch von Seminaren und Masterclass bei Luciana Serra, Claudio Desderi, Vittoria Licari, Bonaldo Giaiotti, Neville Tranter (Gesang und Figurentheater). Er studierte das Barock - Repertoire und französische Kammermusik bei Lena Lootens am Koninklijk Conservatorium in Brüssel, Belcanto und Verdiopern bei Nadia Petrenko.
Als Sänger debutierte er in Chieti in La Serva Padrona von Pergolesi. Er sang den Don Basilio im Barbiere di Siviglia von Rossini am Teatro Coccia in Novara (Regie Alfonso Cipolla). Er gewann den Wettbewerb ”Opera Bazar” und erhielt die zweite Hauptrolle in der Oper Arlecchino finto morto von Aldo Tarabella, mit Auftritten in Lucca und am Teatro Comunale "Pavarotti" in Modena. Ausserdem interpretierte er den Samuel in Verdis Un Ballo in Maschera in Lecco, Leporello in Don Giovanni in Milano und Arne in der Oper Il denaro del Signor Arne von G. C. Sonzogno, aufgeführt anlässlich des 150. Geburtstags des Komponisten. Er sang auch die Rolle des Doktors in Wozzeck von Alban Berg (Mailand, Accademia delle Belle Arti di Brera), Pluto in Euridice von Jacopo Peri (Teatro Consorziale in Budrio, Bologna) und Zuniga in Carmen (Ivrea).
Als Konzertsänger befasste er sich mit verschiedenen Repertoirens 20. Jahrhunderts (A.Pärt, A.Webern, A.Berg, F.Poulenc) , aber besonders widmete deer sich dem sakralen Repertoire des Barock (im besonderen Bach) und Mozarts , wobei er in San Marco in Venezia, Santa Maria Trastevere in Roma, San Lorenzo in Mantova, Alessandria, Verona, Rovereto, Brescia, Novara, Varese, Vercelli, Verbania, Biella, Milano…auftrat. Im Lauf des Jahres 2006 verkörperte er ausserdem die Rolle des Jesus in der Passion von A. Pärt. Er sang im Vatikan im Osteroratorium und in der Cantate 42 (Am Abend aber desselbigen Sabbats) von Bach, übertragen von Radio Vaticana. Als Solist im sakralen Repertoire sang er in der Matthäuspassion von Bach, der Johannespassion von Scarlatti, Requiem, Vesperae Solennes de Confessore und den Messen KV49, KV194, KV427 von Mozart; Membra Jesu Nostri von Buxtehude, Theresienmesse, Nelsonmesse und Salve Regina von Haydn.

Laura Scotti,, Sopran
Diplom in Gesang mit der höchstmöglichen Punktezahl am Konservatorium von Novarasotto unter Leitung von Silvana Manga, Besuch von Seminaren und Masterclass bei Fiorenza Cossotto, Marinella Meli, Jean-Pier Faber, Gertrud Ottenthal, Vittoria Licari, Cristina Miatello und Neville Tranter (Gesang und Figurentheater).
Als Sängerin debütierte sie 2004 in Bastiano e Bastiana von W. A. Mozart  in Luino (Va). 2009, anlässlich des 200. Todestages von Franz Joseph Haydn, sang sie die Angelica in Orlando Paladino in der Casa Paganini in Genova und im Auditorium in Milano. Sie sang ausserdem die Rolle des ersten Knaben in der Zauberflöte von W. A. Mozart in der Sala Verdi in Milano, die Colombina in L'arlecchinata von A. Salieri
Seit 2010 und die Madelon in Le preziose ridicole von F. Lattuada, beide unter der Regie von Alfonso Cipolla. 2012 debutierte sie als Annina in La Traviata von Verdi in Pavia. Seit 2010 ist sie festes Mitglied der Chorakademie der Tiroler Festspiele unter der Leitung von Gustav Kuhn. Sie nahm teil am Festival “Delirium” in Salzburg 2010 und 2011, an den Festspielen Südtirol in Dobbiaco 2011-2012 und an den Produktionen von 2010 bis heute der Tiroler Festspiele in Erl (A), und nahm als Solistin an der Missa ad venerationem artium et vitam von Paul Engel teil und debütierte als Zweites Blumenmädchen in Parsifal von R. Wagner und als Anna in Nabucco von Verdi. Ausserdem trat sie in Gulliver von Bruno Moretti eingerichtet von der Compagnie Controluce Teatro d’Ombre auf.

Kontakt:
lemetre@ildottorbostik.it