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Das Volkstheater und die Erinnerung

 

 

 

 

 

Das Theater sucht immer sich selbst, seine Daseinsberechtigung. In diesem Sinne neigt das ganze Theater dazu, Volkstheater zu sein, neigt zu einer vollständigen Kommunikation, fähig, sich an das ganze mögliche Publikum zu wenden. In der Theorie ist die Unterscheidung zwischen Kunsttheater und Volkstheater ohne jede Grundlage. Folglich kann es deplatziert erscheinen, sich, wie wir, mit dem Volkstheater zu beschäftigen. In neueren und fernen Zeugnissen aber versuchen wir, das Theater zu studieren und zu dokumentieren, über das man wenig spricht, und wenn man spricht, es wohlwollend ins Ghetto der geringeren folkloristischen Erscheinungen verdrängt. Wenn wir daran festhalten, dass es studiert und dokumentiert werden muss, so ist der Grund dafür einfach: in den verschiedenen Formen des Vollkstheaters , in den erzählenden Liedern bis zu den Marionetten, im Varietè, im Zirkus, im Straßentheater, kann man die Elemente erkennen, die, im Lauf der Jahrhunderte und in den verschiedenen Kulturen auf verschiedene Art eingeflochten, die Grundlage des Theaters bilden. Ausgehend von einem Keim-, vielleicht auch Rohzustand, können wir die Quelle erkennen und darauf zurückgehend die Sprachen des Theaters besser verstehen.
Im besonderen befasst sich das Institut mit theatralischen Erfahrungen, die unter verschiedenen Gesichtspunkten präzise soziale Funktionen des Theaters darstellen. Es gibt viele Forschungsgebiete: vom erzieherischen Theater Don Boscos zum Entstehen des katholischen Laientheaters, zum Theater als Ausdruck einer wiedergefundenen kollektiven Erinnerung, wie das Projekt Cantoregi in Carignano oder der Schauspiel-Event "il sole della fiumana", in Jahren der Arbeit in Volpeda verwirklicht.

 

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